Über fuchsia-glen
Was als persönliches Projekt begann – die Rettung der fast zerfallenen Tagebücher meines Urgroßvaters – ist heute zu einer professionellen Dienstleistung geworden, die Familien in ganz Deutschland hilft, ihre Geschichte zu bewahren.
Wie alles anfing
Im Jahr 2015 erbte ich eine Kiste voller handschriftlicher Aufzeichnungen. Mein Urgroßvater hatte während seiner Zeit als Kaufmann in den 1920er Jahren detaillierte Tagebücher geführt. Das Papier war spröde, die Tinte verblasst, einige Seiten bereits brüchig.
Ich suchte nach professionellen Archivdiensten und stellte fest, dass die meisten entweder für Museen arbeiteten oder sich auf Unternehmensarchive spezialisierten. Niemand schien sich wirklich für private Familiendokumente zu interessieren.
Also lernte ich es selbst. Ich besuchte Workshops zu Papierrestaurierung, investierte in professionelle Scantechnik und entwickelte Methoden zur Metadaten-Erfassung. Drei Jahre später hatte ich nicht nur die Tagebücher meines Urgroßvaters gerettet, sondern auch ein Geschäftsmodell.
Unsere Arbeitsweise
Wir behandeln jedes Dokument mit derselben Sorgfalt, die auch Museumsarchivare anwenden würden. Das bedeutet: säurefreie Handschuhe beim Umgang mit fragilen Materialien, temperaturkontrollierte Lagerung während der Bearbeitung und nie invasive Restaurierungsmethoden.
Digitalisierung erfolgt mit hochwertigen Flachbettscannern, die auch feinste Details erfassen. Bei Fotografien verwenden wir Farbprofile, die den Originalton so genau wie möglich wiedergeben. Handschriftliche Dokumente werden zusätzlich transkribiert, wenn gewünscht.
Warum wir anders arbeiten
Viele Anbieter behandeln Dokumentendigitalisierung als Massengeschäft. Wir nicht. Jeder Auftrag wird individuell geplant. Wir nehmen uns Zeit, die Geschichte hinter den Dokumenten zu verstehen, denn das beeinflusst, wie wir sie kategorisieren und beschreiben.
Ein Beispiel: Bei einer Sammlung alter Rezepte stellten wir fest, dass sie nicht chronologisch, sondern nach Jahreszeiten geordnet waren – eine Struktur, die wir im digitalen Archiv beibehielten, weil sie die ursprüngliche Nutzungsabsicht widerspiegelte.
Unser Team
Wir sind ein kleines Team aus Archivaren, Fotografen und Historikern. Manche von uns haben formale Ausbildungen in Restaurierung, andere kommen aus der Familienforschung. Was uns verbindet: die Überzeugung, dass private Dokumente genauso wertvoll sind wie institutionelle Archive.
Jedes Projekt wird von einer festen Ansprechperson betreut. Sie erhalten regelmäßige Updates und können jederzeit Fragen stellen oder Prioritäten anpassen.
Was uns antreibt
Es geht um mehr als um Dienstleistung. Jedes Mal, wenn wir einen Stapel alter Briefe digitalisieren, retten wir nicht nur Papier – wir bewahren Stimmen, Perspektiven, manchmal auch vergessene Talente oder unerzählte Geschichten.
Wir haben Kriegsbriefe digitalisiert, die später in einem Schulprojekt verwendet wurden. Wir haben eine Serie von Aquarellen restauriert, von denen niemand wusste, dass sie von einer talentierten Amateurkünstlerin stammten. Wir haben Geschäftsbücher archiviert, die halfen, einen alten Eigentumsstreit zu klären.
Jedes dieser Projekte erinnert uns daran, warum diese Arbeit wichtig ist.